Lernen in Gemeinschaft
An unserer Schule gibt es keine Auslese und kein Sitzenbleiben. Alle Schüler*innen werden gemeinsam bis zur zwölften Klasse geführt. Wer das Abitur oder die Fachhochschulreife absolvieren möchte, ergänzt um ein 13. Schuljahr.
Der passende Abschluss
Jede Schulbiografie ist individuell und wir halten stets alle Wege offen. Fast die Hälfte unserer Schüler*innen schließt mit dem Abitur ab, ein Drittel mit der Mittleren Reife, ein Fünftel mit der Fachhochschulreife und ca 7% beenden die Schule mit dem Hauptschulabschluss.
Dynamisches Schulprofil
Für die pädagogischen Belange an unserer Schule sind ausschließlich Kollegium und Schulleitung verantwortlich. Sie entwickeln unser einzigartiges Schulprofil aus dem direkten, lebendigen Umgang mit den Schüler*innen heraus – immer wieder neu.
Pädagogik mit stabilem Fundament
Die geistige Basis aller Waldorfschulen ist ist die Anthroposophie Rudolf Steiners. Die Anthroposophie ist nicht nur eine philosophische, religiöse und wissenschaftliche Lehre, sondern sie formuliert mit der Waldorfpädagogik sehr konkrete Methoden und Prozesse, mit deren Hilfe die Lehrkräfte zu einer tiefgreifenden pädagogischen Wirksamkeit gelangen können.
Rhythmischer Unterricht
Projektorientierter Unterricht ist seit jeher ein integraler Teil der Waldorfpädagogik, die Lernen als Rhythmus begreift, in dem Aufnehmen, Vergessen und Erinnern gleichermaßen zum Lernvorgang beitragen. Anwendung finden diese Prinzipien im Epochenunterricht, bei dem ein Schulfach über drei bis vier Wochen jeden Tag gegeben wird. So wird jede Epoche zu einem kleinen Projekt.
Erfahrungsräume in Kunst und Handwerk
Wir heben uns von anderen Waldorfschulen durch eine besondere Vielfalt in den praktischen, künstlerischen und handwerklichen Fächern ab. Vom Weben bis zum Silberschmieden, vom Holzwerken bis zum 3D-Druck, von der Eurythmie bis zum Schulorchester und der Schulband – wir bieten ein großes Spektrum an Erfahrungsräumen. In unseren spezialisieren Werkstätten und Fachkabinetten können verschiedenste Tätigkeitsbereiche aktiv durchdrungen werden.
EIne starke Gemeinschaft
Unsere Schule ist bewusst als Genossenschaft organisiert. Sie lebt von der tatkräftigen Mithilfe der Eltern und ihrem Engagement für die Schulgemeinschaft. Elternengagement ist bei uns nicht nur Arbeit, die erledigt werden muss, sondern tief verankerte „Schulkultur“: ein Forum, um die Schulgemeinschaft tätig mitzugestalten und in ihr heimisch zu werden.
Das Schulgelände als Lernumgebung
Unser Schulgebäude und das gesamte Schulgelände verstehen wir als Lernumgebung, in der sich die die Schüler*innen in Geborgenheit entwickeln können. Von der ersten Klasse an erobern sie sich pausenweise, schrittweise, das ganze, vielfarbig-lebendige Ensemble. Unsere Schule ist geprägt von ihrem schrittweisen Bauprozess und stellt sich als gestreckte Spirale dar, mit fächerförmig angehängten Klassentrakten und dem großen Saal als Mittelpunkt.
Die Geschichte unserer Schule
Entstanden aus dem Interesse an der Waldorfpädagogik und dem Engagement von Eltern und Lehrer*innen hat sie sich von einer kleinen Initiative zu einer zweizügigen Schule von Klasse 1 bis 13 und angeschlossenem Hort entwickelt.
1969
Gründung eines ersten Waldorfkindergartens und Waldorfschulvereins durch Eltern in Karlsruhe.
1976
Gründung der Genossenschaft als wirtschaftlicher Träger der Freien Waldorfschule Karlsruhe durch Eltern, angeführt von Pfarrer Christof Klemp. Gründungslehrer war Herr Beyersdorffer aus der bereits bestehenden Waldorfschule Pforzheim.
16.08.1977
Unterrichtsbeginn der Klassen 1-5 nachmittags in der benachbarten Ernst-Reuter-Schule.
1977
Beginn des Neubaus der Waldorfschule in der Karlsruher Waldstadt.
1978
Nach sieben Monaten Bauzeit Beginn des Unterrichts im eigenen Gebäude
1980
Die stets wachsende Schulgemeinschaft schafft sich weiteren Platz im „Pavillon“ – und der wird ein dauerhaftes Provisorium (noch immer sind Teile des Gartenbaus, die Metallwerkstätten und das Buchbinden dort untergebracht)
05/1984
Fertigstellung des Schulbaus (heute Altbau) und des Bühnensaals. Die einzügige Schulform beherbergt jetzt ca. 470 Schüler*innen und 35 Lehrer*innen.
29.03.1990
Das große Interesse an der Waldorfschule Karlsruhe führte innerhalb der Schulgemeinschaft zur Entscheidung, den Weg zur zweizügigen Schule anzustreben.
1990-1994
Konzepterstellung und darauffolgende Architektenplanung für eine Erweiterung der zweizügigen Schule. Entscheidung für umfassende Erweiterungen der Fach- und Klassenräume sowie eine vergrößerte, zweite Turnhalle und einen großen Festsaal mit 800 Sitzplätzen.
09/1994
Beginn des Neubaus Abschnitt 1A
09/1996
Einweihung des ersten neuen Bauabschnitts 1A
1997
Zur Erweiterung des Gartenbaus wird 1km nördlich der Schule ein Gelände gepachtet.
1999
Bezug weiterer neuer Räume des Bauabschnitts 1B
1999-2004
Da die Schulgemeinschaft kontinuierlich weiter wächst, gibt es immer wieder kleinere Bauabschnitte oder Provisorien, um den Raumbedarf zu decken. (z.B. Eurythmie, Spielturnen und der Holzbau mit einer Nutzfläche von 130qm im Jahr 2002).
2004
In Eigenarbeit geplantes und errichtetes Gebäude auf dem gepachteten Gelände für den Gartenbauunterricht. Hier sind ein Unterrichtsraum und Nebenräume für den 2. Zug untergebracht.
Offen für die Zukunft
Mit den Jahren wird immer deutlicher, dass ein weiterer Bauabschnitt in Angriff genommen werden muss. Der Werkstattpavillon hat sein „Mindesthaltbarkeitsdatum“ längst überschritten und weist immer mehr Mängel auf. Der Hort platzt aus allen Nähten und eine zweite Turnhalle brächte entscheidende Verbesserungen im Stundenplan. Auch sonst gibt es manches, was sich mit mehr Raum besser verwirklichen ließe.


