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KuLO

Kunst- und Kultureinrichtungen als Lernende Organisationen

Forschungsprojekt

KuLO bedeutet Kunst- und Kultureinrichtungen als Lernende Organisationen. Als Entwicklungsprojekt der Pädagogischen Hochschulen Karlsruhe und Heidelberg verfolgte KuLO das Ziel, Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg nach der Corona-Pandemie zu stärken und zukunftsfest aufzustellen. Hierfür entwickelten die Projektbeteiligten im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kunst eine achtmonatige Weiterbildung im Blended-Learning-Format in den Weiterbildungsschwerpunkten Agiles Mindset, Audience Development, Digitalität, Inklusion und Nachhaltigkeit.

Über das Projekt

78 Mitarbeiter:innen aus Kultureinrichtungen ganz Baden-Württembergs nahmen an der KuLO-Pilotphase von Februar bis Oktober 2022 teil. Inhalte und Erkenntnisse des Weiterbildungsprogramms wurden anschließend in die digitale Weiterbildungsplattform www.kulo.info überführt und sind dort kostenfrei zugänglich. KuLO wurde durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 1,6 Mio Euro gefördert.

Mit dem Leitgedanken der Lernenden Organisation verfolgte KuLO den Ansatz, dass Kultureinrichtungen wesentlich flexibler und innovativer auf Herausforderungen, wie den demographischen Wandel, eine diverse Gesellschaftsstruktur, digitale Kulturtechniken und Nachhaltigkeitsbedarfe reagieren könnten, wenn sie organisationale Lernprozesse in eigenen Arbeitsweisen implementierten.
Im Grundlagenmodul Agile Transformation bildeten deswegen alle Teilnehmenden ein agiles Mindset aus und lernten im Rahmen eines eigenen Projektes produktive Lernzyklen zu planen, zu durchlaufen und zu reflektieren. Agile Methoden halfen dabei, Lerntechniken in Teams zu etablieren. Ergänzt wurde das Grundlagenmodul durch einen weiteren wählbaren Schwerpunkt: Audience Development fokussierte aktuelle Bedarfe diverser Publika, Digitalität erarbeitete digitale Strategien und Gesamtkonzeptionen, Inklusion schärfte den Blick für Benachteiligungen und Ausschlüsse des Kulturbetriebs und Nachhaltigkeit nahm grundlegende Nachhaltigkeitsziele und praktische Umsetzungsmöglichkeiten für Kultureinrichtungen in den Blick.

Was KuLO auszeichnete:
Da sich ein tiefgreifender Wandel nicht in kurzen Zeiträumen vollzieht, schenkte KuLO seinen Teilnehmenden acht Monate wertvolle Zeit zum Reflektieren, zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch sowie zum Erarbeiten und Ausprobieren neuer kreativer Ideen.

Die KuLO-Weiterbildung …
… war berufsintegrierend, d.h. Anforderungen und Zeitaufwand wurden in den Arbeitsalltag der Teilnehmenden integriert und kamen nicht On-Top dazu. Ein individuelles Projektvorhaben lieferte dabei konkrete Lösungsansätze für die arbeitgebende Institution, so dass sich ein hoher Transfernutzen für die Einrichtung ergab.
…arbeitete in Tandems um den nachhaltigen Transfer der KuLO-Inhalte in die Institution zu gewährleisten. Die Tandems konnten aus zwei Personen der gleichen Kultureinrichtung bestehen oder sich institutsions- und spartenübergreifend zusammensetzen.
…folgte einem tribriden Modell, d.h. KuLO versuchte den Bedürfnissen und der Arbeitsrealtität der Teilnehmenden dahingehend Rechung zu tragen, dass persönliche Treffen vor Ort durch Online-Seminare sowie durch eine Lernplattform erzänzt wurden.
…dachte kollegial und vernetzt und nutzte verschiedene Formen kollegialer Reflexion und Beratung um einen intensive Erfahrungsaustausch anzuregen sowie Teilnehmende miteinander zu vernetzen und Kooperationen zu initiieren.

Die KuLO-Weiterbildung fand großen Zuspruch und wurde positiv evaluiert. Als überaus bereichernd wurden von allen Projektteilnehmenden neben inhaltlichen Impulsen der Kultursparten übergreifende, lebendige Austausch und die gegenseitige Unterstützung erlebt.

Zitatesammlung:
„Die Einblicke ins Themenfeld agiles Arbeiten fand ich sehr interessant. Besonders inspirierend bei KuLO aber fand ich den kollegialen Austausch und den damit verbundenen Blick über den Tellerrand.“ (Y. G., Stadtbibliothek Tuttlingen)

„Wenn ich an KuLO denke, dann denke ich an die vielen Institutionen und Menschen, die bei KuLO mitgemacht haben. Und egal aus welcher Sparte die Leute kamen, die Probleme waren überall die gleichen. […] Abgesehen von den vielen tollen Inhalten, die wir vermittelt bekommen haben, war der Austausch mit diesen Menschen aus anderen Häusern schon so gewinnbringend, dass sich alleine dafür die Fortbildung gelohnt hat.“ (P.L., Landesarchiv Baden-Württemberg)

„Wenn wir an KuLO denken, denken wir an wertvolle Sitzungen, einen sehr guten Austausch, wertvolles Feedback und gut aufgearbeiteten Input. Wichtig war auch das Gefühl zu haben, dass man mit seinen Fragen nicht alleine ist.“ (L.R. und M.C., Internationales Filmfestival Heidelberg e.V.)

„Durch KuLO hatte ich immer Raum und Zeit um in die Reflexion zu gehen. Dadurch ist mein Arbeiten viel prozesshafter geworden. […] Ich habe mich dann getraut richtig zu experimentieren und mir auch Zeit genommen für Care-Arbeit. Und ich hatte auch einen ganz tollen Rückhalt, dadurch, dass ich gesehen habe mit wie viel tollen Leuten ich in einer Gruppe bin.“ (A.K. Villa Merkel, Esslingen)

„Wenn ich an KuLO denke, dann denke ich an Gemeinschaft und gegenseitige Bestärkung, dass wir das Rad nicht immer neu erfinden müssen und dass wir alle im selben Boot sitzen“ (J.S. Kulturbüro Kehl)

„Wenn ich an KuLO denke, dann denke ich an ein intensives halbes Jahr. Ich denke an neues Wissen und neue Methoden, die kennengelernt habe, (…) an bereichernden Austausch mit meiner Tandempartnerin (…), an rauchende Köpfe, vollgepackt mit neuen Ideen, neuen Perspektiven und neuen Erkenntnissen.“ (C.F. Kulturfenster Heidelberg e.V.)

Weitere Informationen

Kontakt: mail@kulo.info

Website: www.kulo.info

E-Learning: www.kulo.info/alle-kurse

Fotos: © PHKA/KuLO, Florian Freundt

Kooperationspartner*innen: Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Akademie für Wissenschafte Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg e.V.

Förderung: Baden-Wüttemberg – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Europäischer Sozialfonds in Baden-Wüttemberg