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different without fear

kunstpädagogische Werkstatt für diskriminierungskritische Praxis

Lehrprojekt

Künstlerisch-forschende Perspektiven auf Kunst, Erinnerungskultur und gesellschaftliche Konflikte. different without fear ist eine kunstpädagogische Werkstatt, in der Studierende künstlerische Praxis und theoretische Reflexion im Kontext diskriminierungskritischer und erinnerungskultureller Fragestellungen verbinden.

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Über das Projekt

Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Konflikte, erinnerungskultureller Debatten sowie zunehmender Auseinandersetzungen um Diskriminierung und gesellschaftliche Teilhabe wird im Sommersemester 2026 die kunstpädagogische Werkstatt different without fear fortgeführt.
Die Werkstatt bietet Studierenden die Möglichkeit, sich künstlerisch-praktisch und theoretisch-reflexiv mit Fragen von Erinnerung, Differenz, Verantwortung und gesellschaftlichem Zusammenleben auseinanderzusetzen. Dabei wird künstlerische Praxis als eigenständige Form der Erkenntnis verstanden, die gesellschaftliche Wirklichkeiten erfahrbar, befragbar und neu denkbar macht. Begleitet wird die Werkstatt durch Vorträge, Workshops, Lesungen und Exkursionen mit Expert:innen aus Kunst, Wissenschaft, Literatur und Vermittlung. Gemeinsam wird untersucht, wie Diskriminierungsstrukturen, gesellschaftliche Konflikte und erinnerungskulturelle Fragestellungen analysiert und bearbeitet werden können. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welche Rolle können Kunst und Kunstvermittlung in gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen einnehmen? Wie lassen sich kontroverse Themen verantwortungsvoll bearbeiten und vermitteln? Und welches Wissen benötigen zukünftige Lehrpersonen und Vermittler:innen, um mit komplexen gesellschaftlichen Debatten professionell umzugehen?

Der Titel different without fear verweist auf die Frage, wie Differenz wahrgenommen, ausgehandelt und produktiv bearbeitet werden kann, ohne Angst, Ausschluss oder Vereinfachung zu reproduzieren.

Die Werkstatt knüpft an Lehrveranstaltungen seit dem Sommersemester 2024 an, die sich mit der Rolle von Kunst und Kunstvermittlung in gesellschaftlichen Konfliktfeldern auseinandersetzen; aus diesem Prozess entstand im Wintersemester 2025/26 erstmals das Format different without fear. Sie richtet sich an Studierende der PH Karlsruhe, insbesondere aus den Bereichen Kunst, Kunstvermittlung und Lehramt sowie angrenzenden Fächern, ebenso an Teilnehmende des Zertifikats Sharing Worldviews und an interessierte Studierende anderer Hochschulen, die sich für diskriminierungskritische, intersektionale und erinnerungskulturelle Fragestellungen interessieren und ihre künstlerische Praxis mit theoretischer Reflexion im Kontext gesellschaftlicher Konflikte verbinden möchten. Eine Teilnahme an einzelnen Veranstaltungen ist nach Absprache möglich. Die bisherige Arbeit hat gezeigt, dass hierfür Räume notwendig sind, in denen wissenschaftliche Reflexion, künstlerische Forschung und kollegialer Austausch zusammenkommen und sich in der Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur, Diskriminierung und gesellschaftlichen Konfliktlagen verdichten; im Rahmen des Projekts ist bereits eine wachsende Sammlung wissenschaftlicher Literatur, künstlerischer Positionen und studentischer Arbeiten entstanden, die in der Fortführung der Werkstatt erweitert und gemeinsam weiterentwickelt wird. Die Werkstatt eröffnet damit die Möglichkeit, die eigene Position zwischen Erinnerung, Verantwortung und Gegenwartsdebatten zu reflektieren, eine diskriminierungskritische Lehr- und Vermittlungspraxis zu entwickeln sowie in fachübergreifenden Austausch und künstlerisch-forschende Zusammenarbeit einzutreten; zugleich trägt sie zur Weiterentwicklung langfristiger diskriminierungskritischer Lehr- und Lernstrukturen an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe bei.

Weitere Informationen

Termine im SoSe 2026:
DO, 25. Juni 2026, 10–13.30 Uhr
DO, 9. Juli 2026, 8.30–12.00 Uhr
FR, 24. Juli 2026, 10–16 Uhr
FR, 07. August 2026, 10–16 Uhr
MO, 20. Oktober 2026, 18-20Uhr

Organisation: Konstanze Schütze (Institut für Kunst), Annette Hilt (Institut Ethik) und Lilly Bock sowie dem Zertifikat Sharing Worldviews.
Anmeldung: Prof. Dr. Konstanze Schütze
Bildcredits: different without fear — Anna Schapiro