Tsuba (Schwertstichblätter)

Tsuba, Japan, um 1700, Eisen, Messing (messingähnliche Legierung, Sentoku).
Mit freundlicher Genehmigung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg

Auf den Weltausstellungen war die Nachfrage nach allem „Japanischen“ groß – allein auf der Wiener Weltausstellung 1873 erwarb Justus Brinckmann über 300 Objekte aus Japan. Berühmt wurde die ostasiatische Abteilung des Museums für Kunst und Gewerbe insbesondere für seine umfangreiche Sammlung von tsuba, der reich verzierten Stichblätter der japanischen Samuraischwerter. Tsuba wurden in Europa erst in größerer Stückzahl verkauft, nachdem in Japan 1876 das Verbot des Schwertertragens in Friedenzeiten erlassen worden war. Expertenrat holte sich Brinckmann von Shinkichi Hara, der seit 1896 als eine Art Kustos für alles Japanische im MKG zuständig war.