Haarflechtmuster

Kartons mit Haarflechtmustern (Schnurflechtereien, weitmaschige Röhrenflechterei), Deutschland, spätes 19. Jh.
Mit freundlicher Genehmigung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg

Dieser Karton mit Flechtmustern aus Menschenhaar wurde 1902 in die Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe aufgenommen. Diese heutzutage etwas befremdlich wenn nicht gar morbide wirkenden Haarflechtereien dienten womöglich als Vorlage für Schmuck. In der Biedermeierzeit war es üblich Armbänder, Ringe, Ohrhänger oder Broschen, die aus dem Haar einer geliebten Person hergestellt worden waren, als Erinnerung oder Talismann bei sich zu tragen. Auch in der Fetischtheorie von Sigmund Freud spielt Haar eine zentrale Rolle.