Indianisches Liebespaar

Modell von Johann Joachim Kändler, Königlich-Polnischen und Kurfürstlich-Sächsischen Porzellan-Manufaktur, Meissen, Deutschland, um 1745. Porzellan.
Mit freundlicher Genehmigung des Johann Jacobs Museums

Das »indianische Liebespaar« ist global ausgestattet: Laute und Schachbrett stammen aus dem arabischen Raum, der Kaffee aus Afrika oder der Karibik und der Papagei aus Südamerika. Die Blumen auf dem Kleid der Frau sind der japanischen Ästhetik entlehnt.
Was genau bedeutet »indianisch« für Joachim Kaendler, den Bildhauer? Ist »indianisch« eine Ortsangabe? Bezeichnet es eine Kultur oder Ethnie? Oder definiert es einen Vorstellungsraum, ein Imaginäres?
Lässt sich Weltgeschichte anhand einer Kleinskulptur aus Porzellan erzählen?