Dingforscher_innen

Team

Esther Pilkington (Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder))
Ulrich Schötker (Erich Kästner Schule Hamburg)

Dingforscher_innen: Luisa Aschenbrenner, Tuana Erdogan, Marlon Fries, Jonas Frühauf, Charlotte Groth, Nina Holsten, Larissa Raddi, Leif Raeder, Emma Reppenhagen, Jonas Rohde, Miriam Toutabizi, Lone Zippel.

Fotos: Daniel Ladnar

Wie gehört was zusammen und warum, und was hat die Welt des Alltags mit der Welt des Museums zu tun? Das waren Fragen, die sich den »Mobilen Welten« stellten. Zu ihrer Beantwortung sind Schüler_innen der Erich-Kästner-Schule (damals 5. Klasse) in die »Dingforschung« eingestiegen.

Wie der Name schon besagt, erkundet man hierbei verschiedenste Arten von Dingen – Alltagsdinge, Lieblingsdinge und Museumsdinge – und ihre Beziehungen zueinander. Neben der experimentellen Erforschung unterschiedlicher Formen der Bewertung (was zeichnet etwa ein Lieblingsding aus und wie schätzt man den Wert eines Sammlungsstücks?) sowie Praktiken des Aufräumens (wo ist die Grenze zwischen Ordnung und Unordnung und welche Dinge passen in keine Schublade?) haben wir »Beste Freunde« gesucht: Dazu wurden einzelne Exponate im Museum um passende Ausstellungsstücke von Zuhause ergänzt. Auf diese Weise wurde einem Samurai-Schwert eine »Nerf«-Gun zugesellt, einer Jeff Koons-Vase eine kleine Porzellankatze, und einem alten Werbeplakat der Hamburger Traditionsfirma Hercules Sägemann eine Rohstoffauflistung aus »Minecraft«. Diese Freundschaften entstehen nicht nur aufgrund formaler Ähnlichkeiten und funktioneller Gemeinsamkeiten, sondern auch aufgrund von Differenzen, Assoziationen, Geschichten und Szenarien.

Damit offenbaren sie, was eine Ausstellung im besten Fall leistet: Durch die räumliche Anordnung von Dingen, Texten und Bildern neue Bedeutungen und Wahrnehmungsweisen zu provozieren.

Zum Abschluss der gemeinsamen Arbeit haben die Dingforscher_innen die Ausstellung »Mobile Welten« selbst unter die Lupe genommen. In ihrem Audioguide erzählen sie von der Bibby Challenge, unendlichen Welten, dem Seehandel zwischen Westafrika und Hamburg, tsuba mit Spinnenmotiven und einer sehr schwierigen Kommunikation… Hier zum Anhören:

Oder den Audioguide der Dingforscher_innen herunterladen.