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Jana Wodicka

Poetic, Confessional, Enshittified. Suchmaschinen als affektive Infrastrukturen des Digitalen

Vortrag 12. Januar | 18–19:30 Uhr Raum 3.312

Im Wintersemester 2026/27 ist Jana Wodicka für einen Vortrag zu Gast in der Ringvorlesung „Kulturelle Bildung der (Post-)Digitalität“.

Während gegenwärtig mit großer Verblüffung und Besorgnis über die sich entwickelnden vertrauensvollen, intimen, therapeutischen und romantischen (Ver-)Bindungen zu KI-Chatbots debattiert wird, kommt der Blick auf jene techno-humanen Konstellationen zu kurz, in denen diese (Ver-)Bindungen vorbereitet und ,choreographiert‘ werden. Durch eine Kombination aus Ansätzen der Informations- und Medienwissenschaften, der Science and Technology Studies sowie der Affect Studies werden Suchmaschinen in diesem Vortrag als affektive Infrastrukturen des Digitalen und als Schlüsseltechnologien dieser Vorbereitungsgeschichte fokussiert. Somit geraten ihre Bindungsstrategien in den Vordergrund, welche die Vorstellung von Suchmaschinen als neutralen Oberflächen der Informationsbeschaffung (endgültig) aushebeln und sie stattdessen als Begehrens- und Bindungsmaschinen erkennbar werden lassen.

Jana Wodicka, M.A., hat Intermedia und Medienkulturwissenschaft an der Universität zu Köln studiert. Ihre Forschung konzentriert sich auf affektive Bindungsverhältnisse in digitalen Infrastrukturen, auf postdigitale Bildpraktiken der Bewältigung sowie auf die Kollektivität und Politiken „negativer Gefühle“, u.a. in der Wissenschaft. Sie war und ist in verschiedenen Publikations- sowie Lehr- und Forschungsprojekten an der Universität zu Köln, der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Concordia University tätig, darunter das Care Research Lab, das BMBFSFJ-Projekt ComeArts, das Complexity Research Lab – love humans und Dank Images.

Bildcredits: Know Your Meme (2014). Google Poetry.