{"id":1858,"date":"2020-11-16T00:00:00","date_gmt":"2020-11-15T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/testsystem.meisel-webdesign.de\/athleten\/2020\/11\/16\/bericht-zur-3-mitgliederversammlung-wachstum-und-wirkung-athleten-deutschland-verzeichnet-weiteren-entwicklungssprung\/"},"modified":"2021-12-01T08:53:18","modified_gmt":"2021-12-01T07:53:18","slug":"bericht-zur-3-mitgliederversammlung-wachstum-und-wirkung-athleten-deutschland-verzeichnet-weiteren-entwicklungssprung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/testsystem.meisel-webdesign.de\/athleten-sandbox\/bericht-zur-3-mitgliederversammlung-wachstum-und-wirkung-athleten-deutschland-verzeichnet-weiteren-entwicklungssprung\/","title":{"rendered":"Bericht zur 3. Mitgliederversammlung: Wachstum und Wirkung: Athleten Deutschland verzeichnet weiteren Entwicklungssprung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin, 16. November 2020.<\/strong> Auch drei Jahre nach Gr\u00fcndung schreitet die Professionalisierung von Athleten Deutschland weiter voran. Der Verein steht bedingungslos an der Seite der Bundeskaderathlet*innen und hat sich den Respekt und die Unterst\u00fctzung von Partnern aus Sport, Politik und Zivilgesellschaft erarbeitet.<\/p>\n<p><em>\u201eErst drei Jahre alt, und schon strukturell und thematisch unglaublich breit aufgestellt\u201c<\/em>, kommentierte Dagmar Freitag, die dritte Mitgliederversammlung von Athleten Deutschland, die am vergangenen Samstag stattgefunden hatte. <em>\u201eIhr seid DIE starke Stimme der Athlet*innen in unserem Land.\u201c<\/em> Die Vorsitzende des Sportausschusses des Bundestages lobte in ihrem Gru\u00dfwort nicht nur die direkte Unterst\u00fctzung des Vereins f\u00fcr seine Mitglieder, sondern auch sein internationales Engagement, darunter den Einsatz f\u00fcr die Achtung der Menschenrechte im Sport.<\/p>\n<p>Auch Beate Lohmann, Leiterin der Abteilung Sport des Bundesministeriums des Innern, f\u00fcr Bau und Heimat ermutigte die Athlet*innen dazu, weiterhin ihre Anliegen in die sportpolitische Debatte einzubringen. Sie versicherte den Mitgliedern ihre Unterst\u00fctzung, insbesondere in jenen Bereichen, die den Schutz der Athlet*innen und die Integrit\u00e4t des Sports betr\u00e4fen.<\/p>\n<p>Manuela Schermund, Vize-Pr\u00e4sidentin, und Max Hartung, Pr\u00e4sident von Athleten Deutschland, hatten zuvor die digitale Versammlung er\u00f6ffnet und die 79 Teilnehmer*innen und G\u00e4ste begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckblick auf das Jahr 2020<br \/>\n<\/strong>Johannes Herber, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Athleten Deutschland, blickte auf das Jahr 2020 zur\u00fcck. Trotz der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschr\u00e4nkungen gelang es dem Verein seine Mitgliederzahlen mehr als zu verdoppeln. Athleten Deutschland vertritt mittlerweile \u00fcber 1000 Bundeskaderathlet*innen, von denen sich \u00fcber 30 in verschiedene Arbeitsgruppen und Initiativen des Vereins engagieren. Herber hob die Arbeit der Athletenvertreter*innen in den Verb\u00e4nden hervor, deren Arbeit als Bindeglieder und Multiplikatoren gerade in der Corona-Pandemie von immenser Wichtigkeit sei. Eine positive Entwicklung attestierte er au\u00dferdem der Mitgliederbetreuung von Athleten Deutschland. Das Legal Council, die kostenlose rechtliche Erstberatung, sei enorm wertvoll f\u00fcr die Mitglieder und werde zunehmend genutzt. Herber berichtete au\u00dferdem von der internationalen Arbeit des Vereins, die sich intensiv mit der Kompatibilit\u00e4t von Sport- und Menschenrecht auseinandersetzt.<\/p>\n<p><strong>Athletinnen D<br \/>\n<\/strong>Marathonl\u00e4uferin Fabienne K\u00f6nigstein stellte die neue Initiative \u201cAthletinnen D\u201d vor. Im Rahmen des Projekts geht Athleten Deutschland der Frage nach, was es bedeutet heutzutage Spitzensportlerin zu sein. K\u00f6nigstein betonte, es sei h\u00f6chste Zeit das Thema \u201eFrauen im Leistungssport\u201c auf ganzheitliche und systematische Weise zu untersuchen. Das Projekt startet mit qualitativen Interviews und Fokusgruppen. K\u00f6nigstein unterstrich, dass es darum ginge, sowohl Herausforderungen als auch Positivbeispiele zu identifizieren und einzuordnen. Die Resonanz bei den Sportlerinnen sei gro\u00df. <em>\u201eEs ist toll zu sehen, dass sich so viele Athletinnen gemeldet haben, um ihre Erfahrungen mit uns zu teilen\u201c<\/em>, erg\u00e4nzte K\u00f6nigstein.<\/p>\n<p><strong>#BlackLivesMatter<br \/>\n<\/strong>Fechterin Alexandra Ndolo stellte im Gespr\u00e4ch mit Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Johannes Herber die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppe \u201cAnti-Rassismus\u201d vor. Ndolo sagte, sie sei dankbar, dass Athleten Deutschland eine Plattform f\u00fcr \u201cAthletes of Color\u201d geschaffen habe. Es sei wichtig, dass verst\u00e4rkt Aufkl\u00e4rung und Sensibilisierung zu diesem Thema stattfinde. Daneben m\u00f6chte die Gruppe sich daf\u00fcr einsetzen, dass Verb\u00e4nde auch \u00f6ffentlich eine deutlichere Haltung gegen Rassismus einnehmen und Vorf\u00e4lle strenger geahndet werden. Die Arbeitsgruppe wird ihre Arbeit in den kommenden Wochen fortsetzen und gezielte Ma\u00dfnahmen vorschlagen, damit Rassismus im Sport tats\u00e4chlich keinen Platz hat.<\/p>\n<p><strong>Gewalt und Missbrauch im Sport<br \/>\n<\/strong>Maximilian Klein, Beauftragter f\u00fcr Internationale Sportpolitik bei Athleten Deutschland, berichtete vom Hearing der Unabh\u00e4ngigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs. Der Verein nehme seine Verantwortung sehr ernst einen entscheidenden Beitrag zu leisten, um jeglicher Form von Gewalt und Missbrauch im Sport Einhalt zu gebieten. Einerseits wolle man als unabh\u00e4ngige Organisation betroffenen Kaderathlet*innen eine gesch\u00fctzte Atmosph\u00e4re bieten, in der Betroffenen Geh\u00f6r geschenkt und juristische sowie psychologisch-emotionale Beratung vermittelt werden k\u00f6nnen. Andererseits, so Klein, setze man sich f\u00fcr die Schaffung einer vom Sport unabh\u00e4ngigen Institution f\u00fcr das Thema Safe Sport ein, die Kompetenzen und Befugnisse in den Bereichen Pr\u00e4vention, Intervention und Aufarbeitung haben k\u00f6nnte. Die Diskussionen in vielen weiteren L\u00e4ndern gingen in eine \u00e4hnliche Richtung. Deutschland k\u00f6nne nach der Unterst\u00fctzung einer unabh\u00e4ngigen Athletenvertretung erneut mit gutem Vorbild vorangehen und gewaltfreien Sport zum Markenkern des deutschen Breiten- und Leistungssports machen.<\/p>\n<p><strong>Satzungs\u00e4nderungen<br \/>\n<\/strong>Die Mitgliederversammlung verabschiedete einstimmig umfassende Satzungs\u00e4nderungen mit dem Ziel, den Verein demokratischer und unabh\u00e4ngiger zu machen. Es wurde beschlossen, dass die Mitglieder das F\u00fchrungspersonal des Vereins, Pr\u00e4sident*in und Vize-Pr\u00e4sident*in, direkt w\u00e4hlen. Zudem stimmten die Mitglieder f\u00fcr eine Neustrukturierung der Mitgliedschaft. Mit den beschlossenen \u00c4nderungen sind nun alle aktiven Mitglieder stimmberechtigt. Gem\u00e4\u00df der alten Fassung hatten nur die Athletenvertreter*innen der Spitzenverb\u00e4nde Wahlrecht. Zu den weiteren \u00c4nderungen geh\u00f6rten ein explizites Bekenntnis zu den Menschenrechten, eine Klausel zu Good Governance und eine Geschlechterquotierung im Pr\u00e4sidium.<\/p>\n<p>Die Mitglieder entlasteten au\u00dferdem das Pr\u00e4sidium, verabschiedeten den Finanzbericht 2019 und den Haushaltsentwurf f\u00fcr 2021.<\/p>\n<p>Max Hartung schloss die Veranstaltung mit dem Appell an die Mitglieder, sich weiterhin aktiv in die Arbeit des Vereins einzubringen: <em>\u201eAthleten Deutschland beginnt mit euch!\u201c<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 16. November 2020. Auch drei Jahre nach Gr\u00fcndung schreitet die Professionalisierung von Athleten Deutschland weiter voran. 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